Seit zwei Jahren ist die Internet-Firma Google dabei, die Bücher der Vergangenheit und Gegenwart einzuscannen und so eine Utopie umzusetzen: Die digitale Universalbibliothek, die das gesamte Wissen der Menschheit jedem zugänglich macht. Google wäre dann das Tor zu den Inhalten der geschätzten 32 Millionen Bücher, 750 Millionen Artikel, 25 Millionen Lieder, 500 Millionen Bilder, 500.000 Filme, drei Millionen Fernsehsendungen und einer Billion Websites, die die Menschheit seit den Tontafeln der Sumerer publiziert hat. Werden die Bibliotheken überflüssig? Die Oxford-Bibliothekarin Sarah Thomas meint: „Das Buch ist eine langlebige Technologie. Seit Jahrhunderten kommen die Leute hier in der Bibliothek zusammen, um zu forschen und sich auszutauschen. Die Bibliothek wird auch in Zukunft ein Ort der Gemeinschaft sein – nur offener als früher.“
Quelle / Info: Der Spiegel 12/07