in Schach hält US-Forscher haben entdeckt, warum Sport gegen Depressionen hilft: Als Reaktion auf körperliche Bewegung fährt das Gehirn die Produktion eines natürlichen Antidepressivums namens VGF herauf, konnten sie bei Mäusen und Ratten nachweisen. Sport hat damit einen ähnlichen Effekt auf die Gehirnchemie wie die sogenannte Elektrokrampftherapie, eine sehr wirkungsvolle Behandlung, bei der kurze elektrische Impulse durchs Gehirn geleitet werden und die ausschließlich bei sehr schweren Fällen von Depressionen eingesetzt wird. Sollte die aufheiternde Wirkung von körperlicher Bewegung beim Menschen auf die gleiche Weise entstehen wie bei den Nagetieren, könnte VGF ein vielversprechender Ansatzpunkt für neue synthetische Antidepressiva sein, so die Forscher.Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass Sport das Gehirn positiv beeinflusst. So erhöht er beispielsweise die Lernfähigkeit, hilft älteren Menschen, ihr Verhalten zu kontrollieren und schützt die Hirnzellen vor Schäden etwa im Zuge von neurodegenerativen Erkrankungen. Zudem verbessert körperliche Bewegung nicht nur bei Gesunden die Stimmung, sondern eben auch bei Menschen mit schweren Depressionen.
Quelle / Info: http://ddp/wissenschaft.de