Der Regenwald an Brasiliens Atlantikküste wird, wenn die Abholzung im derzeitigen Tempo fortgesetzt wird, bis 2050 völlig zerstört sein. Trotz Aufklärung und Kampagnen zum Schutz des brasilianischen Regenwalds seien seit dem Jahr 2000 weiterhin jährlich 34.000 Hektar Wald gerodet worden. Schuld daran seien vor allem die Land- und Holzwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Mai veröffentlichte Studie der Stiftung SOS Mata Atlantica und des Forschungsinstituts INPE. Studienautorin Marcia Hirota warnt, die Entwaldung sei außer Kontrolle geraten. Dies sei deshalb gefährlich, nicht nur weil der Regenwald – das artenreichste Ökosystem der Erde – den globalen Klimawandel abpuffern könnte, sondern weil er 130 Mio. der 190 Mio. Einwohner Brasiliens als Wasserspeicher dient. Im April haben ca. 50 Umweltorganisationen, Firmen, Hochschulen und Regionalregierungen einen Pakt zur Aufforstung des Atlantikwaldes geschlossen.
Quelle / Info: AFP