ÖKOLOGIE: Gefährliche Giftpflanze auf dem Vormarsch

Juli 2009

In Deutschland breitet sich momentan das Jakobskreuzkraut rasant aus. Die auf Brachflächen wachsende Pflanze produziert so genannte Pyrrolizidinalkaloide, die schon in relativ geringen Dosen langfristig Leberkrebs verursachen und in großen Mengen einen tödlichen Leberschaden auslösen. Inzwischen häufen sich in ganz Deutschland Todesfälle bei Pferden, die für das Toxin der Pflanze besonders empfindlich sind. „In vielen dieser Fälle steht inzwischen eindeutig Jakobskreuzkraut als Verursacher fest“, sagt der Pharmazeut Dr. Helmut Wiedenfeld von der Universität Bonn. Momentan wird am Bonner Pharmazeutischen Institut untersucht, ob diese toxischen Stoffe in die Nahrungsmittelkette gelangen können. Es mehren sich die Hinweise, dass das Gift möglicherweise in die Milch von Kühen übergehen kann, die Jakobskreuzkraut gefressen haben. Durch Bienen kann es zudem in Honig gelangen; dort wurde es bereits nachgewiesen.

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