PSYCHOLOGIE: Meditation macht milde

Mai 2008

Amerikanische Forscher der Universität Wisconsin blickten perfunktionaler Kernspintomographie in die Köpfe von 16 tibetischen Mönchen. Heraus kam, dass Mitgefühl und Güte die Gehirnströme der Mönche verändert hatten. Positive Emotionen sind Übungssache genauso wie das Spielen eines Instruments oder eine Sportart, folgern die Wissenschaftler. Damit die Seelenorgel also ruhige Lieder spielt, gilt es, eifrig zu meditieren. Die Gehirnscans zeigten, dass bei Menschen, die häufig meditieren, der Gehirnbereich für Emotionen deutlich verändert war. Tibetische Meditation mache den Menschen also einfühlsamer, glauben die Autoren. Die Studie war Teil einer größeren Untersuchung von Mönchen mit mindestens 10.000 Stunden Meditationspraxis.

„Liebevolle Güte und Mitgefühl sind zentral für die Philosophie und den Auftrag des Dalai Lama“, sagte Studienleiter Richard Davidson, der viel mit dem geistlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten zusammengearbeitet hat. Es gebe zahlreiche Techniken der tibetischen Meditation zum Aspekt des Mitgefühls. Menschen, die zu Depressionen neigen, Kinder, die gemobbt werden, und die Gesellschaft insgesamt könnten möglicherweise von dieser Meditation profitieren.

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