Shambhala entdeckt?

Mai 2006

Spätestens seit dem Erfolgsroman von James Hilton und der Hollywood-Verfilmung “Jenseits vom Horizont“ (1937) ist der Mythos von Shangrila bzw. Shambhala allgemein bekannt: In einem abgeschirmten Tal im Himalaja bewahren tibetische Mönche das Geheimnis ewiger Jugend, sollen das Gleichgewicht der Welt aufrechterhalten usw. Der Dalai Lama sprach wiederholt von Shambhala als einer Quelle spiritueller Weisheit. Der russische Maler Nikolas Roerich wollte den geheimnisvollen Ort in den 20er Jahren entdeckt haben. Nun hat der Münchner Abenteurer Bruno Baumann erstmals auf einer Expedition in das unzugängliche Gebiet westlich vom heiligen Berg Kailash tatsächlich Höhlenstädte und Ruinen entdeckt und gefilmt, die Archäologen als sensationell einstufen. Das legendäre Silberschloss im Garuda-Tal, die Königsresidenz des sagenumwobenen Shang-Shung-Reiches ist kein Märchen, sondern Realität! Ganz in der Nähe die Reste einer steinzeitlichen Siedlung, die noch kein Europäer gesehen hat. Natürlich ist seit langem bekannt, dass in Tibet vor dem Buddhismus die schamanische Bön-Tradition herrschte und auch heute noch praktiziert wird. Doch für die Forscher ergeben sich nun ganz neue Möglichkeiten, diese frühe Kultur Tibets zu erforschen. Weise Mönche, die Jahrhunderte in bester Gesundheit überlebt haben, werden dabei allerdings wohl nicht gefunden werden.

Mehr dazu im Ausgabe 04/06 des Magazins VISIONEN
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