Jedes Rechtsmittel schienen die Gegner der geplanten Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal ausgeschöpft zu haben; mit Hilfe des Sächsischen Oberverwaltungs- und sogar des Bundesverfassungsgerichts hatten sie versucht, den Bau der Brücke zu verhindern – ohne Erfolg. Dem Dresdner Elbtal droht die Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels. Jetzt aber haben Naturschutzverbände in einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Dresden den Freistaat Sachsen aufgefordert, den Bau zu stoppen. Begründung: Die Kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, und der Vogel Wachtelkönig würden durch die Brücke aus dem Elbtal verscheucht. Die Vertreter des „Naturschutzbund Deutschland“, der „Grünen Liga“ und des „Bund“ wünschen einen Tunnel und berufen sich auf ein Bundesverwaltungsgerichtsverfahren, bei dem der Bau einer Autobahnumfahrung bei Halle aus Tierschutzgründen verhindert wurde. Die Hufeisennase gilt als extrem gefährdet und könnte womöglich den Brückenbau verhindern.
Quelle / Info: Spiegel Nr. 29/2007, S. 128