Fotos: Markus Lanz/National Geographic Deutschland
Vor 15 Jahren bin ich auf abenteuerlichste Weise nach Grönland gekommen. Ich war unterwegs mit einem meiner besten Freunde. Rudi ist Dokumentarfilmer beim italienischen Fernsehen. Gemeinsam haben wir Ostgrönland mit einem Hundeschlitten bereist. Der Plan war, zwei Jäger in ein kleines Dorf zu begleiten. Wir dachten, wenn wir um neun losfahren, werden wir nachmittags gegen vier unser Ziel erreichen. Das ganze Unternehmen entwickelte sich zur Katastrophe, als wir von tiefem Schnee überrascht wurden. Wir kamen einfach nicht mehr weiter. Außerdem waren wir selber lausig vorbereitet. Wir hatten weder die richtige Kleidung, noch Proviant und Getränke dabei. Wir hatten einfach unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Als die Hunde nicht mehr konnten, haben wir selbst den Schlitten über den Gletscher gezogen. Es war unglaublich mühsam, weil wir ständig bis zur Hüfte in den Schnee einbrachen. Völlig unterkühlt haben wir dann morgens um drei das kleine Dorf erreicht. Damals habe ich das erste Mal erlebt, wie nah Schönheit und Drama in dieser arktischen Landschaft beieinander liegen können. Andererseits gab es einen atemberaubenden Moment: Wir standen nachts oben auf dem Gletscher, der Mond tauchte alles in ein milchiges Licht und plötzlich stand ein Eisbär da.
Die Robbe war immer schon die Grundlage der Inuit-Kultur. Aber sie jagen nur so viele Tiere, wie sie wirklich brauchen.
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