Verschwundene Dombaupläne, Beginen und eine Absage der katholischen Kirche

Verschwundene Dombaupläne, Beginen und eine Absage der katholischen Kirche

Anfang März stellte Andrea Schacht ihren neuen historischen Roman Kreuzblume vor. Passend zum Thema hat sich die Bestsellerautorin dafür den Kölner Dom ausgesucht, um dessen Baupläne sie eine spannende Geschichte gewebt hat. Bekannt wurde die gebürtige Schleswig-Holsteinerin durch ihre Mittelalterkrimis mit der Begine Almut.

Mit VISIONEN sprach Andrea Schacht über die Rolle von Glaube und Spiritualität in ihren Romanen, dem Dombau und warum die katholische Kirche eine Lesung verhinderte.

Wie sind Sie auf die Idee zur Kreuzblume gekommen?

Ich hatte bei der Recherche für meine Mittelalterromane über die Begine Almut erstmals von den Dombauplänen gehört. Ich fand sie grandios und begann mich intensiver damit zu beschäftigen. Dabei bin ich auf die kuriose Geschichte gestoßen, dass sie verschwunden waren und danach auf abenteuerlichste Art und Weise wieder aufgetaucht sind. Das wollte ich gern in einem Buch verarbeiten.

Können Sie etwas zur Geschichte des Dombaus sagen?

So um 1248 begann der Bau. Damals stand nur der Chor im heute hinteren Teil des Doms. Das Längs- und die Querschiffe fehlten ebenso wie die beiden charakteristischen Türme. Es gab aber schon den kleineren Nordturm, auf dem der Holzkran stand. Bevor er wirklich fertig gestellt wurde, sah er absolut hässlich aus.

Haben Sie die Geschichte komplett im Kopf, bevor Sie loslegen?

Ja. Ich arbeite sehr diszipliniert. Ich baue die Geschichte Kapitel für Kapitel auf. Wenn ich anfange zu schreiben, halte ich mich an meinen Plan. Ich habe von jeder wesentlichen Person Biografien. Diese Lebensläufe enthalten ihre Angewohnheiten, was sie mögen und was nicht.

Wie haben Sie für den Roman recherchiert?

Ich habe gelesen, gelesen und gelesen. Ich habe mit der Dombauverwaltung gesprochen, Museen besucht und natürlich Führungen durch den Dom mitgemacht. Eine wichtige Informationsquelle ist für mich das Zeughausmuseum. Dort kann man sehr viele Alltagsgegenstände aus dieser Zeit sehen. Wenn es um die Kriegsführung und die Schlachten geht, habe ich ...

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