DER MENSCH - SPIEGEL SEINES SCHÖPFERS

DER MENSCH - SPIEGEL SEINES SCHÖPFERS

Ein Blick auf den Koran aus der Sicht eines Sufi-Meisters

Ibn Arabi war ein weltberühmter und sehr bekannter Sufi-Meister. Er stammte aus Andalusien, wo er 1165 in eine muslimische Familie hineingeboren wurde. 75 Jahre später endete sein Leben in Damaskus, im heutigen Syrien. Er schrieb zahlreiche Bücher über Religion, in denen er Toleranz als entscheidenden Wert hervorhob. Eines seiner Bücher trägt den Titel „Abhandlung über das Sein“ (Risalat al-Wujudiyah).

SELBSTERKENNTNIS – GOTTERKENNTNIS

Ibn Arabi schreibt dort über eine Einsicht, die er dem Propheten Mohammed zuspricht: „Wer sich selbst kennt, kennt seinen Schöpfer.“ Gott ist der Schöpfer der Menschheit. Die Menschen waren die Krone der Schöpfung und sie erhielten das Schwarze in ihren Augen, um in der Lage zu sein, die Schönheit Gottes zu sehen. Ohne den Menschen wäre die Schönheit Gottes in der Schöpfung verborgen geblieben. Die Materie, etwas bildhafter gesagt: der Staub der Erde, den Gott als erstes schuf, verhüllt die Schönheit Gottes. Die Menschen leben auf der Erde, um die Schönheit zu entdecken, sie bliebe sonst gänzlich verdeckt. Die Menschen können diese Schönheit sehen und in Folge dessen lieben. Gott war vor der Schöpfung ein verborgener Schatz. Als er das Universum schuf, offenbarte er sich durch die Dinge, die er schuf. Jedes Wesen entspricht einem der Namen Gottes.

Nach der Schöpfung der Welt war der verborgene Schatz zu einem offenbaren Schatz geworden. Alle glänzenden und kostbaren Diamanten und Perlen hatten das dunkle Bergwerk verlassen, doch war die Schöpfung noch nicht abgeschlossen, denn die Schönheit musste erkannt sein. Indem der Mensch geschaffen ward, war die Schöpfung vollständig.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

eZ Publish™ copyright © 1999-2012 eZ Systems AS