Die Medizin des 21. Jahrhunderts braucht ein neues Paradigma des Heilens, sagt Dr. Klaus-Dieter Platsch, Arzt für Innere Medizin und Chinesische Medizin. In diesem neuen Paradigma bleiben die Erkenntnisse und Errungenschaften der konventionellen und alternativen Medizin erhalten, aber es kommt eine wesentliche Dimension hinzu: das Bewusstsein unserer Allverbundenheit. Und das wirkt sich entscheidend auf die Qualität der Beziehung zwischen Arzt und Patient aus. Denn der Heilungsprozess geschieht, unabhängig von der angewandten Methode, in einem Raum der Ganzheit, dem „heilenden Feld“.
Sie beschäftigen sich in Ihrem neuen Buch „Was heilt – Vom Menschsein in der Medizin“ auf vielen unterschiedlichen Ebenen mit neuen Dimensionen des Heilens, die sich aus einer lebendigen, gelebten spirituellen Haltung von Arzt und Patient heraus entfalten können, wenn auf beiden Seiten eine Offenheit besteht. Was ist die zentrale Botschaft, die Sie Heilern und Menschen, die um Heilung bemüht sind, mitteilen möchten?
Dr. Klaus Platsch: Heilung geschieht in einem heilenden Feld – einem Feld universeller Liebe. Liebe ist hier nicht persönlich oder sentimental gemeint, sondern beschreibt die tiefste Verbundenheit des Menschen mit Allem. Der Mensch ist eins mit Allem.
Ein Mensch, der sich in seiner Tiefe erkannt und gesehen fühlt, findet wie von allein zu seiner Ganzheit zurück und damit zu unbegrenzten Ressourcen von Heilkraft.
Die Struktur unseres Universums ist für mich diese Art von Liebe – Liebe ist quasi die Matrix, die alles miteinander verbindet. Über diese Liebe hat der Mensch Zugang zu Allem, was existiert, auch zu ...
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Birgit Permantier
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