Dem Ego auf die Schliche kommen.

Dem Ego auf die Schliche kommen.

Die Kunst des sanften Tadelns kultivieren

„Es nützt nichts, uns selbst verbessern zu wollen, indem wir uns schlechtmachen. Die sanfte Methode des Tadelns – mit Freundlichkeit und Humor – hilft uns, genügend Selbstachtung zu entwickeln, um schädlichen Mustern nicht länger auf den Leim zu gehen.“

Mit dem Ego sprechen. Das Sitzen in Meditation, auch Achtsamkeits- Gewahrseins-Praxis genannt, ist das Fundament für die Bodhichitta- Schulung. Das Sitzen kultiviert Liebende Güte und Mitgefühl, die relativen Eigenschaften von Bodhichitta. Es ist eine Methode, bedingungslose Freundlichkeit gegenüber uns selbst zu entwickeln. Dieses vollkommene Akzeptieren unserer selbst, wie wir sind, nennt man Maitrî; es ist eine schlichte, unmittelbare Beziehung zu dem, was wir sind.

Es hilft uns nichts, wenn wir versuchen, uns selbst in Ordnung zu bringen, indem wir uns selbst schlechtmachen. Das Sich-selbstverbessern- Wollen funktioniert deshalb auf lange Sicht nicht, weil wir damit gegen unsere eigene Energie angehen. Selbstverbesserung mag vorübergehend etwas bewirken, aber zu dauerhafter Transformation kommt es nur, wenn wir uns selbst als Quelle von Weisheit und Mitgefühl achten. Erst wenn wir beginnen, uns mit uns selbst anzufreunden, wird die Meditation zu einem transformierenden Prozess. Nur wenn wir ohne alles Moralisieren, ohne Härte, ohne Täuschungsmanöver mit uns selbst umgehen, können wir von schädlichen Mustern ablassen.

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