In den Veden steht geschrieben: „Wir verzehren alle Formen der göttlichen Offenbarungen“ (Rig Veda 1-40-6). Als spirituelle Speise unserer Seele erfüllen sie – vor allem die Offenbarung des feurigen Lichts – im Prinzip die gleichen Funktionen wie gesunde physische Nahrung für den Körper: Sie sorgen für unser Gedeihen und Wohlergehen, schenken uns Freude und Genuss und stillen unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Trost und Geborgenheit (vgl. „Licht essen. Teil 1: Meditieren – ein Festmahl für die Seele.“ VISIONEN, Juli 2008). Diese drei „Sättigungswirkungen“ der göttlichen Lichtoffenbarungen werden durch vier stärkende und wachstumsfördernde Wirkungen ergänzt:
Wer keine persönliche Erfahrung von wahrer Meditation besitzt, hält sie leicht für eine Art von Trance oder für einen unterbewussten Zustand und denkt, ein verantwortungsbewusstes Leben auf dieser Welt zu führen sei damit unmöglich. Das Gegenteil ist der Fall: die Meditation bietet uns die besten Voraussetzungen, um auch unseren irdischen Alltag erfolgreich zu meistern.
Das feurige Licht führt und beschützt uns in den Konflikten des Lebens und gibt uns in der Meditation Antwort auf unsere Fragen.
Wenn unser Organismus durch ungesunde, denaturierte Ernährung mit Schlacken, Fremdund Zusatzstoffen belastet ist, verliert er das Gespür für sein ursprüngliches Gleichgewicht und seine wirklichen Bedürfnisse und wird zuerst akut und schließlich chronisch krank. Dann müssen wir ihn so weit entlasten und entgiften, bis er wieder aus sich heraus weiß, was ihm gut tut, und die Neigung zu weiteren Ernährungs-„Sünden“ verliert.
Ähnlich muss auch unsere „weltverseuchte“ Seele erst durch das göttliche Licht gereinigt werden, ehe sie wieder ihrem natürlichen „Ernährungstrieb“ folgen kann. Im Laufe zahlloser Inkarnationen hat sie so viele weltliche Eindrücke „zu sich“ genommen, dass sie davon wie „vernebelt“ ist und nicht mehr klar erkennt, was ihrem wahren Wesen „bekommt“ und was sie wirklich braucht.
Aufgrund ihrer „verschleierten Sicht“ hat unsere Seele die Gewohnheit angenommen, von „fast food“ zu leben – kurzlebigen äußeren, sinnlichen Freuden, die sie immer stärker mit karmischen Unverträglichkeiten, Leiden und „Gewichtsproblemen“ belasten. Dieser unselige Kreislauf wird vom göttlichen Licht durchbrochen und in heilsame Bahnen gelenkt:
(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 44,22: „Ich tilge deine Sünden wie den Nebel. O kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!“)
Gesunde Nahrung zeichnet sich dadurch aus, dass sie unsere Abwehr gegen schädliche Fremdeinflüsse von außen stärkt. Auch die Seele braucht auf ihrem Heimweg zu Gott ein starkes „Immunsystem“, um nicht neuen Versuchungen zu erliegen. Hierbei kommt dem „nährenden Licht“ eine besondere Rolle zu. Es geht aus dem göttlichen Klang hervor, der mit seiner „unbesiegbaren Anziehungskraft“ (vgl. 1-42-10) dafür sorgt, dass die Seele oberhalb der Sinnesgrenze konzentriert bleibt, wo sie vor äußeren Einflüssen sicher ist:
Durch seine „beseelende“ Kraft (vgl. 1-42-5) und Weisheit verhindert es, dass wir erneut in Täuschung und Irrtum fallen:
(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Ps 119,114f.: „Du bist mein Schutz und mein Schild, deinem Worte darf ich vertrauen. Ihr Übeltäter, weichet von mir!“)
Wir alle haben als Kinder von unseren Eltern den Rat bekommen: „Iss, damit du groß und stark wirst.“ Auch Gott will, dass wir als aufstrebende Seelen wieder so „vollkommen werden wie unser Vater im Himmel“ (vgl Mt 5,48):
„Das beseli gende, sättigende feurige Licht formt uns nach seinem Bild“ (vgl. 1-26-7). Es ist wie ein Schmelzofen, in dem alles Vergängliche – die Illu sione(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 51,11: „Die Jahwe erlöste, kehren heim, jauchzend werden sie nach Zion kommen, ewige Freude strahlt über ihren Häuptern!“)n des Gemüts – verbrannt und die ewige Seele nach Gottes eigenem Bild geformt wird.
Letztendlich dienen alle Formen der göttlichen Seelenspeise mit ihren spezifischen Wirkungen von Anfang an nur diesem übergeordneten Zweck:
Im Laufe des Pfades zurück zu Gott wird unsere Entscheidung jedoch zwangsläufig immer wieder ins Schwanken geraten, denn einer der charakteristischen Züge des menschlichen Gemüts ist es, immer wieder seine Richtung zu ändern. Das nährende Licht schenkt uns die nötige Ausdauer, um „bei der Stange zu bleiben“:
Seine Aufgabe ist es, unsere Seele täglich zu stärken:
(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 51,11: „Die Jahwe erlöste, kehren heim, jauchzend werden sie nach Zion kommen, ewige Freude strahlt über ihren Häuptern!“)