Seit der Mensch auf dieser Welt ist, sind Probleme seine vertrauten, anhänglichen Begleiter. Bei genauem Hinsehen kann man feststellen, dass sie schon immer hauptsächlich mit Überleben, Sicherheit und der Suche nach Frieden zu tun hatten. Diese grundsätzlichen Probleme bedeuten für den modernen Menschen unter anderem das Bemühen um Persönliches, Gesundheit, Erziehung, Bildung, Ehe, Familie und Beruf, aber auch um soziale und öffentliche Angelegenheiten.
Wenn Gott die Welt erschaffen hat, dann stellt sich natürlich die Frage, warum Er den Menschen Problemen aussetzen sollte. Überdies, wenn Gott Probleme in die Welt gesetzt hätte, könnte sie der Mensch dann überwinden? Selbstverständlich nicht! Deshalb wäre es weise, auf die illusionäre Natur dieser Probleme zu schauen – begreifen doch die Weisen die Welt als Maya oder Illusion.
Parallel zu der starken Zunahme an wissenschaftlichen Erkenntnissen gewann die Überzeugung des Menschen, ein Handelnder zu sein, an Stärke. Man muss jedoch verstehen, dass Bewusstsein einfach nur sein Potenzial in Form von Wissenschaft und Kreativität zum Ausdruck bringt.
Das Leben geschieht dem Menschen. Er aber glaubt, er gestalte es. Das Leben besitzt ein weites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Für manche scheint es harmonisch zu sein, für andere disharmonisch. Das ist seine Natur. Dualität ist die eigentliche Struktur des Lebens, ohne sie könnte der Mensch das Leben weder würdigen noch vergleichen. Dualität ermöglicht es dem Menschen, sich für eine bestimmte Lebensweise zu entscheiden – je nach Geschmack. Daher beobachtet das Ego die erwünschten und unerwünschten Geschehnisse im Leben und beginnt, sich ein ideales Leben vorzustellen. Diese Vorstellungen bringen das hervor, was als Konditionierung bekannt ist.
Probleme sind nichts anderes als konditionierte Vorstellungen, Bedingungen, die vom Leben noch nicht erfüllt wurden.
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