Täglich „Radio Gott“ einstellen

Täglich „Radio Gott“ einstellen

Mit Gott auf eine „Wellenlänge“ gehen

So wie wir jeden Tag in Radio und Fernsehen Menschen hören und sehen, die nicht physisch bei uns sind, können wir täglich Gott sehen und hören, wenn wir uns innerlich auf seine „Wellenlänge“ einschwingen (Foto: Radiowellen). Und das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

Warum möchte Gott, dass die Seele wieder zu ihm heimkehrt?

Haben Sie Kinder? Würden Sie nicht auch wollen, dass Ihre Kinder wieder zu Ihnen nach Hause kommen? Seine Kinder sind dem Vater immer lieb und wert.

Warum gehören gerade wir zu denen, die heimkehren dürfen?

Nur die Seelen, die dazu bereit sind, die genug von der Welt haben und Heimweh nach Gott empfinden, bekommen ein Rückreise-Visum ins Himmelreich. Das muss man auch zu würdigen wissen, denn nur mit einem solchen Visum kommt man dorthin zurück. Mit der Einweihung auf den spirituellen Pfad habt ihr ein Rückreise-Visum erhalten.

In den Schriften steht, dass alles nur durch Gottes Gnade möglich ist. Geschah es auch durch seine Gnade, dass wir aus dem Himmelreich zur Erde herunter gekommen sind?

Wenn ihr Kinder habt, möchtet ihr doch auch, dass sie sich ein eigenes Leben aufbauen und den Lauf der Welt kennen lernen – und ihr fragt euch sicher auch, ob sie euch darüber verges­sen werden oder nicht. Doch allzu oft versagen wir in diesem Punkt und vergessen, wo wir hergekommen sind.
Doch warum machst du dir darüber solche Gedanken? Jetzt sind wir eben hier. Warum und wozu uns Gott hierher geschickt hat, sind Fragen, die nur er beantworten kann, nicht ich! Lasst uns erst einmal zu ihm zurückkommen, dann kann er es uns erklären. Solche Fragen helfen uns nicht weiter. Wenn euer Haus in Flammen steht und auch ihr schon Feuer gefangen habt, dann solltet ihr schleunigst zusehen, dass ihr aus dem Haus hinaus kommt. Und wenn ihr glücklich draußen seid, dann findet heraus, wer das Feuer angezündet hat.
Darum sagen alle Meister auf ihre eigene Weise und mit ihren eigenen Worten immer wieder dasselbe: „Geht zurück nach Hause.“

Ihr seid wie ein Empfangsgerät. Wenn ihr ganz genau auf den richtigen Sender eingestellt seid nehmt ihr die Botschaft klar und deutlich wahr.

Wie können wir so viel Sehnsucht nach Gott entwickeln, dass sie stärker als alles andere ist?

Wie entwickelt man das unbedingte Verlangen, jemandem zu begegnen?

Indem man an ihn denkt?

Natürlich. Wenn ihr jemandem begegnet seid, den ihr liebt, redet ihr nur noch von ihm. Ihr lest gern etwas über ihn und hört auch andere gern von ihm sprechen. Und wenn euch jemand etwas von ihm erzählt, mögt ihr ihn deswegen ebenfalls lieber... Darum heißt es: „Wer mir von Gott erzählt, ist mein wahrer Freund.“ So entwickelt ihr mit der Zeit eine Zuneigung, die immer tiefer und stärker wird.

Und dann kommt er. Wenn ein Kind weint, kommt seine Mutter, gibt ihm etwas zu spielen und geht dann wieder aus dem Zimmer. Doch bald fängt das Kind von neuem an zu weinen. Dann kommt die Mutter wieder, gibt ihm etwas zu essen und geht wieder hinaus. Es dauert nicht lange, und das Kind bricht abermals in Tränen aus, bis es durch nichts mehr zu trösten ist, als dadurch, dass die Mutter es in ihre Arme schließt. Wenn ihr nichts anderes mehr wollt als ihn, dann kommt er.

Können wir nicht erst das Leben genießen? Was kann ein gewöhnlicher Mensch tun, um glücklich zu werden?

Der Mensch ist erst glücklich, wenn er bekommt, was er wirklich will. Ein sinnenhaftes Leben und sinnliche Befriedigung kann die Seele aber nicht zufriedenstel­len. Wir sind Seelen, bewusste, unsterbliche Wesen. Äußere Dinge sind nur vorübergehender Natur. Trotzdem wollen wir sie ständig um uns haben und am liebsten nie wieder hergeben.

Es gibt nur eines, was uns bis ans Ende der Welt nicht verlässt, und das ist Gott und unser göttliches Bewusstsein, das wir in der Meditation in uns erfahren können. Erst die Verbindung damit bringt uns wirklich Erfüllung.

Warum gibt es dann so viel Schönes und Anziehendes auf der Welt?

Gefühle der Freude oder des Genusses entstehen nur als Widerspiegelung unseres eigenen Seelenstroms, der sich auf etwas Äußeres konzentriert. Dazu ein einfaches Beispiel: Angenommen, ihr sitzt im Theater und genießt die Aufführung, an der auch alle anderen offenbar ihre Freude haben. Plötzlich kommt ein Bote in den Saal und überbringt euch die Nachricht, dass euer Sohn einen Unfall hatte und aufgrund des schweren Schocks bewusstlos ist. Trotz dieser Hiobs-Botschaft nimmt das Stück weiter seinen Lauf, aber nun seid ihr nicht mehr bei der Sache, sondern von Sorge und Mitgefühl für euren geliebten Sohn so überwältigt, dass euch die Handlung auf der Bühne, die euch vorher ganz gefangen genommen hat, jetzt schal erscheint und keinerlei Freude mehr macht.

Dies zeigt, dass die Freude kein Wesensmerkmal der Darbietung selbst war, sondern nur der Widerschein eurer eigenen Aufmerksamkeit, die ihr auf das Geschehen konzentriert hattet. Dieses Prinzip wirkt immer und überall auf der Welt. Die Meister sehen es mit solcher Klarheit, wie wir uns gegenseitig sehen. Darum raten sie uns, unsere Aufmerksamkeit lieber an etwas zu binden, das von Dauer ist und uns immerwährendes Glück und ewige Seligkeit schenkt. Alles, was wir mit unseren körperlichen Sinnen wahrnehmen, ist ständig im Fluss und verändert fortwährend seine Gestalt. In Wahrheit können uns äußere Dinge deshalb keine Befriedigung geben. Wir glauben das nur, solange wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten und diesen Zustand der Sammlung genießen. Glück liegt also nicht in den Dingen, sondern nur in uns selbst. Wie kann reines Bewusstsein – die Seele – irgendwelches Glück aus der Materie schöpfen? Aller Frieden und alle Freude liegen in unserem eigenen Bewusstsein, und dort kann sie uns nichts mehr nehmen.

Und wie finden wir Gott und das innere Glück?

Bekanntlich könnt ihr in Radio und Fernsehen Menschen hören und sehen, die räumlich weit entfernt von euch sind. Dieses Prinzip existiert auch im Bereich der Spiritualität. Die Wissenschaft ist dabei, immer mehr solcher verbor­genen Naturgesetze zu entdecken und zu beweisen – nicht alle davon sind spiritueller Natur, aber es gibt eine ganze Reihe davon. Man wird äußerliche Beweise dafür erbringen, genauso wie für die Funktionsweise von Radio und Fernsehen.

Der Mensch ist, könn­te man sagen, ein ziemlich vollkommener Empfänger, der Gott sehen und mit ihm sprechen kann, auch wenn er physisch nicht anwesend ist. Man muss sich nur auf ihn einstimmen und sich auf seine „Wellenlänge“ einstellen wie ein Radio- oder Fernsehgerät auf die gewünschte Sendestation.

Wie man denkt, so wird man. Das gilt nicht nur auf der Verstandesebene, sondern auch im spirituellen Sinn. Das ist die Hauptsache, die es durch die Meditation zu lernen gilt.

Es genügt aber nicht, dass man jeden Tag nur eine halbe oder eine Stunde da­sitzt, Licht sieht und dann wieder ins Alltagsbewusstsein zurückkehrt. Das hilft natürlich, weil es in die richtige Richtung geht. Aber es reicht allein nicht aus. Ihr müsst die gleiche Empfänglichkeit auch außerhalb der Meditation entwickeln. Ihr seid wie ein Empfangsgerät. Wenn ihr ganz genau auf den richtigen Sender eingestellt und nicht mehr von anderen Frequenzen überlagert seid, nehmt ihr die Botschaft klar und deutlich wahr.

Setzt euch darum so oft wie möglich hin, stellt euch auf „Radio Gott“ ein, und schon ist er da: euer wahrer Freund, der euch niemals ver­lässt bis ans Ende der Welt. Löst euch von allem Äußeren, auch vom Körper, und empfangt seinen vol­len Segen. Vergesst aber auch die äußere Verbindung nicht. Der Gott in mir ist auch der Gott in euch. Nehmt euch diese Worte zu Herzen und lebt danach – und ihr werdet wunderbare Menschen!

eZ Publish™ copyright © 1999-2012 eZ Systems AS