MEDIZIN: Schmerzfrei durch Chili

Februar 2008

Capsaicin, der brennende Wirkstoff aus Chilischoten, könnte die Schmerztherapie revolutionieren. Wissenschaftler unterdrücken damit Schmerzen, ohne andere Nervensignale zu blockieren. Konventionelle lokale Betäubung bei operativen Eingriffen haben den Nachteil, dass nicht nur die Schmerzsignale blockiert werden, sondern auch andere sensorische und motorische Nerven, so dass es zum Beispiel bei einer an der Wirbelsäule durchgeführten Peridural- oder Spinalanästhesie auch zur zeitweiligen Lähmung kommt. Dies ist besonders bei chronischen Schmerzpatienten problematisch, da mit der Therapie gleichzeitig eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit einhergeht. Forscher der Harvard-Universität sind nun einer Therapie auf der Spur, die gezielt nur den Schmerz blockiert, die Bewegung und die Fähigkeit zu fühlen aber nicht begrenzt. So könnte zum Beispiel eine schmerzfreie Geburt möglich sein, bei der die Frau die Geburt trotzdem fühlt.

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