NEUROLOGIE: Anstrengende Frauenstimmen
Oktober 2005
Seit Jahrtausenden beschweren sich Männer über „das ermüdende Geschwätz der Weiber“. Und Frauen klagen eben so lange darüber, dass ihnen Männer nie richtig zuhören. Neurologen von der University of Sheffield sind diesem Problem auf den Grund gegangen. Über Kernspintomografie fanden sie bei den männlichen Testpersonen heraus: Über Tonband eingespielte Frauenstimmen aktivieren das Hörzentrum im Gehirn, Männerstimmen dagegen werden an diesem Zentrum vorbei geschleust. Männer nehmen demnach die Stimmen von Frauen nuancenreicher und klarer wahr als die ihrer Geschlechtsgenossen. Die Decodierung der Botschaften erfordert entsprechend mehr Energie. Und das ist wohl ziemlich anstrengend.
Quelle / Info: Der Spiegel, Nr. 32/2005

