PARTNERSCHAFT: Kennenlernen online
Online-Bekanntschaften gehören inzwischen zum Alltag, resümiert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien BITKOM eine Studie. Jeder fünfte Deutsche hat demnach schon einmal jemanden über das Internet kennengelernt, meistens in Chat- Räumen. Dort machen 11 Prozent der Bundesbürger neue Bekanntschaften. Gleich danach folgen Instant Messenger (9 Prozent), also Programme, mit denen sich Kurzmitteilungen auf andere Computer verschicken lassen. Auch über Online- Communities (5 Prozent) und Singlebörsen (4 Prozent) erweitern viele Deutsche ihren Bekanntenkreis. Die Angaben basieren auf der monatlichen Erhebung WebMonitor von BITKOM und forsa. 1000 Bundesbürger wurden repräsentativ befragt, Mehrfachnennungen waren möglich. „Die aktivste Bevölkerungsgruppe sind Schüler und Studenten. Hier haben sogar 61 Prozent schon einmal jemanden im Internet kennen gelernt“, sagte Prof. Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BITKOM. „Auch für geschäftliche Kontakte werden Online-Plattformen wie beispielsweise Xing immer wichtiger.“
Zwischen West (20 Prozent) und Ost (17 Prozent) gibt es bei Online-Kontakten kaum Unterschiede. Eine große Rolle spielt aber das Geschlecht. Während 24 Prozent der Männer im Internet neue Personen kennengelernt haben, sind es bei den Frauen nur 16 Prozent. Ein ähnlich deutliches Bild zeigte sich bei der Altersverteilung. Besonders offen sind die 14-bis 29-Jährigen. In dieser Gruppe liegt die Quote bei 57 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt die Kontaktfreude im Internet ab. Bei den über 60-Jährigen haben erst 3 Prozent eine Bekanntschaft über das Internet gemacht, so die Ergebnisse des WebMonitors.
Unabhängig davon gilt: Nicht immer steht bei Online-Bekanntschaften die Partnersuche im Vordergrund. Oft begegnen sich die Nutzer von Karriere- Netzwerken und Sport-Communities. Eines haben viele Angebote aber gemein – kostenpflichtige Mitgliedschaften für die Nutzer. Allein die Singlebörsen setzten 2006 hier zu Lande 65,6 Millionen Euro um. Das ist ein Plus von 49 Prozent im Vergleich zu 2005. Im laufenden Jahr wächst der Markt voraussichtlich um 29 Prozent auf 84,5 Millionen Euro. „Online- Dating ist inzwischen bedeutender als etwa der Markt für Musik-Down - loads. Dieser kam 2006 auf einen Umsatz von 48 Millionen Euro“, sagte Harms.
Quelle / Info: Quelle, Text und Bild / http://www.n-tv.de/852176.html

