PHYSIK: Die Erfindung der Tarnkappe

Dezember 2007

Stück für Stück kommen Experimentalphysiker der Unsichtbarkeit näher. Mit ausgefeilten Materialien aus der Gruppe der sogenannten Metamaterialien konnten Forscher bereits im vergangenen Jahr eine Tarnkappe für Mikrowellenstrahlung konstruieren. Noch gibt es aber keine Stoffe, die sichtbares Licht um größere Gegenstände so herumleiten können, dass sie vollständig unsichtbar werden. Ob das trotz aller Fortschritte der vergangenen Jahre überhaupt jemals möglich sein wird, lässt sich bislang nicht vorhersagen. „Die Voraussetzung, dass ein Objekt unsichtbar wird, ist, dass es keine Streuung des Lichts am Objekt gibt und dass das Licht hinter dem Objekt genauso weiterläuft wie davor“, erläutert Stefan Linden, Physiker aus Karlsruhe. Das Licht muss also sozusagen um das Objekt herumgeführt werden, so wie Wasser einen glatten Stein umfließt. „Licht folgt dem kürzesten optischen Weg“, erklärt Linden. „Bei Materialien mit bestimmten Brechungszahlen ist für das Licht der Weg außen herum schneller als geradeaus, und so ist es für das Licht attraktiver, außen herum zu gehen.“

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