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Spirituelle Ökonomie 

Mehr als 100 Jahre ist es her, als Albert Einstein unser Verständnis von Materie zertrümmerte. „Wir leben in einer Art optischen Täuschung“ – sagte er. Materie ist ein Aggregatzustand des Geistes – wissen wir. Ein Phänomen des Geistes. Wie die Sonne nicht im Osten aufgeht, so ist Materie eine Sinnestäuschung. Die Inder haben dafür das Wort Maya. Materie ist Maya. Maya ist keine Illusion, sie bewegt sich in einer Art Zwischenreich, schwebt zwischen Illusion und dem, was wirklich ist. Tatsächlich haben Maya und Materie eine gemeinsame Wortwurzel: mater.

 Spirituelle Ökonomie ist auch so etwas wie Maya. Sie führt uns in eine Art Zwischenreich. Sie anerkennt: Alles ist Geist. Ergo gibt es Materie nicht wirklich. Gleichzeitig sind wir alle umgeben von Materie. Handel ist geprägt vom Austausch von Produkten. Das als Illusion zu bezeichnen wäre weltfremd, von einer harten Realität zu sprechen ebenso. Wirklichkeit ist eine Erfindung – wissen wir. Spirituelle Ökonomie ist versöhnt mit diesem Weder-noch, mit dieser Unschärfe, diesem Paradoxon. Spirituelle Ökonomie kennt und nützt die Ressourcen des Bewusstseins.

DER ALTE WEISE UND SPIRITUELLE ÖKONOMIE
Ökonomie ist im Grunde genommen die Kunst der Manifestation. Ich kenne nur einen, der diese Kunst in einem einzigen Vers ausdrückte, dessen Gültigkeit die Jahrtausende überbrückte: LaoTse. Hören wir ihm einen Moment zu: „Der Meister verrichtet seine Arbeit und hält dann inne. Er hat erkannt, dass der Kosmos sich für immer seiner Kontrolle entzieht und dass der Versuch, die Ereignisse des Universums zu kontrollieren, dem Strom des Tao zuwiderläuft.“

Jedes einzelne Wort ist bedeutsam. „Der Meister verrichtet seine Arbeit.“ Seine Arbeit besteht in dem, was er tut, denkt, fühlt. All das kommt aus seinem Bewusstsein. Der Meister ist sich der Kraft seiner Gedanken bewusst. Er kann diese einladen, ebenso die Regie der Gefühle bestimmen. Die Arbeit des Meisters besteht darin, seine innere Landschaft zu gestalten, da er zutiefst erkannt hat: Die Welt da draußen ist ein Spiegel seiner inneren Welt.

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