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Visionen

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Was Nahtoderlebnisse und Träume über das Jenseits sagen

Was bedeutet die christliche Botschaft der Auferstehung, wofür stehen die Erfahrungen von Licht und die Begegnung mit Verstorbenen? Willy Peter Müller teilt seine Recherchen und Überlegungen mit.

Wenn Jesus nicht auferstanden ist, ist unser Glaube nichts wert, konstatiert Paulus, der eigentliche Begründer des Christentums. Tatsächlich ist Christus das Versprechen für das Leben nach dem Tod. Das fehlte in der dekadenten spät- römischen Welt, was wohl auch den Siegeszug des Christentums erklärt. Die Kirchen haben diese Botschaft jedoch erheblich verwässert. Am Grab heißt es heute, dass man zu Staub werde, dass Jehova ein Gott der Lebenden, nicht der Toten sei, dass man nur mit viel Glück, wenn vielleicht „in der Erinnerung Gottes“ enthalten geblieben, eines (kuriosen) fernen Tages eine Auferstehung erlebe, nicht als völlig befreite, d. h. androgyne Seele, sondern als Lieschen Müller oder Franz Schmitz oder als Kind, wie man eben gerade gestorben ist.

Dabei sagt Jesus zu seinem Nachbarn am Kreuz: „Heute (!) noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Seine Erscheinungen nach dem Tod deute ich als die Fähigkeit, sich zu rematerialisieren und zu dematerialisieren. Sofern die Zeugen jedoch nur „visionär“ den anscheinend oder angeblich Toten erleben, würde ich sagen, dass sie mit geistigem, entrücktem Auge in eine andere Dimension blicken – wo jede Menge „Leben“ herrscht, nämlich das ewige oder wahrere Leben.

Das Licht am Ende des Tunnels

Von dieser Dimension berichten auch die Menschen mit Nahtoderlebnissen. Sie sprechen vom „Licht am Ende des Tunnels“, als träfen sie auf das nämliche Licht, dessen Abglanz und Widerschein schon Hildegard von Bingen im Mittelalter erlebte. Und, so berichten sie, sie sehen viel klarer, viel weiter und viel tiefer. Und welche Schönheit, welches Glück, welche Lust erwartet sie, wenn sie eine bestimmte „Grenze“ überschreiten – das prangt unübersehbar vor ihnen. Doch in der Regel werden die Betreffenden zurückgeschickt, weil ihre weltliche Aufgabe noch nicht erledigt ist oder weil sie uns Zagenden endlich davon erzählen sollen.

Willy Peter Müller

FOTO: Thinkstock

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