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Vom Orakelplatz zum erquickenden Heilwasser. Ein Ausflug ins Berchtesgadener Land

In ihrem Buch „Heilige Quellen in Oberbayern“ beschreibt Dorothea Steinbacher sechzig der kulturhistorisch wichtigsten Quellen. Die hier dargestellte Irlmaierquelle bei Berchtesgaden wurde erst 1976 entdeckt.

Wasser ist überall auf der Welt die Voraussetzung für menschliche Siedlungen. Wandernde Völker und Sippen ließen sich nur an Orten nieder, die dauerhaft von einer Quelle oder einem Gewässer mit dem lebensnotwendigen Nass versorgt werden konnten. Quellen, Wasserstellen, Brunnen wurden deshalb besonders geschützt. Man überbaute sie, um sie vor Verunreinigung zu schützen, man fasste sie, um das Wasser besser entnehmen zu können, und man errichtete Kultbauten bei den Quellen: Tempel, Götterbildnisse und Weihesteine, Kapellen und Bildstöcke. Viele dieser Quellen lieferten nicht nur das notwendige Trinkwasser – ihrem Wasser wurde auch heilende Wirkung nachgesagt.

Die Kraft der Quellen – heute wieder begehrt

Heute brauchen wir Quellen und Brunnen im Freien eigentlich nicht mehr – wir verfügen alle über fließendes Wasser in unseren Wohnungen. Wir brauchen auch die verehrten Heilbrünnlein in Kirchen und Kapellen nicht mehr: Wer krank ist, sucht einen Arzt auf und nimmt Tabletten gegen seine Zipperlein.

Doch inzwischen erinnern sich immer mehr Menschen an die alten Wasserstellen mit reinem Quellwasser. Zuhauf kommen sie auch in Oberbayern, um sich an manchen Brunnen kanisterweise Trinkwasser für daheim abzufüllen. Und sie begründen es damit, dass das Leitungswasser gechlort sei, dass es nicht gut schmecke. Dem Quellwasser, tief aus dem Boden, schreibt man größere Reinheit zu, es enthält keine Zusätze, die in der städtischen Wasserversorgung womöglich zugefügt werden, und es soll Informationen und Schwingungen von den Gesteinen aufnehmen, die es auf seinem Weg nach oben passiert.

Immer mehr Menschen wenden sich aber auch wieder den alten Heilbrünnlein zu. Sie trinken das Wasser, wenden es äußerlich an und füllen es ab für die Anwendung zu Hause –wenn sie krank sind oder vorbeugend, um gesund zu bleiben.

Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß. (Johann Wolfgang von Goethe)

Dorothea Steinbacher

FOTO: © Dorothea Steinacher

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