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Ninfa

50 km südöstlich von Rom liegt ein herrlicher Park mir den Ruinen einer mittelalterlichen Stadt. Auf Deutsch würde Ninfa bisher nur in einem Reisebuch von 1870 beschrieben. Visionen empfiehlt einen Besuch in diesem sehenswerten Geheimtipp.

Ein geheimnisvoller Garten

Als wir in das Gasthaus zu Norma traten und der Wirt uns in das Zimmer führte, aus dessen Fen-stern all die Herrlichkeit der Maritima übersehen wird, fiel unser Blick tief unten am Rande der Bergwand und gerade unter uns auf einen großen Ring wie von efeugrünen Mauern, und darin lagen viele wunderliche Hügel, die alle von Blumen gebildet zu sein schienen. Graue Türme stiegen daraus hervor, Ruinen, alle grün umhängt, und mitten durch diesen seltsamen Kreis sahen wir einen silbernen Quell forteilen, die Pontinischen Sümpfe durchziehen und in einem lichtstrahlenden See fern am Meeresstrand verschwinden. Ich fragte erstaunt, was jener rätselhafte große Blumenkranz und Kreis mit den vielen grünen Hügeln dort unten sei. «Nympha, Nympha!» sagte unser Wirt. Nympha! Das also ist Nympha, das Pompeji des Mittelalters, diese im Pontinischen Sumpf versunkene Stadt und Geisterwelt.“

Info: Der Ninfa Garten befindet sich an der Via Appia ca. 50 km südöstlich von Rom in der Provinz Latium nahe den Kleinstädten Norma und  Sermoneta. Ninfa wird verwaltet von der Fondazione Roffredo Caetani (www.fondazionecaetani.org, italienisch und englisch). Über die  Webseite kann man Kontakt per email aufnehmen. Für den Besuch kann man keine Tickets vorbestellen oder reservieren, außer als Gruppe. Um  die Natur zu schützen, sind die Besuchszeiten limitiert: Von Juni bis Oktober nur am ersten Wochenende des Monats. Im April und Mai zusätzlich  an jedem Sonntag. Alle 10 Min. beginnt eine einstündige Führung. In Englisch jeweils ab 10.30 und 15.30 (eine Stunde vorher  anmelden). Der Eintritt kostet 12,– Eeuro, für Kinder unter zehn Jahren ist der Eintritt frei.

Christian Salvesen

FOTO: flickr/creative commons - moyann brenn

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