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Kabbala

Jesse Bogner erzählt, wie ihn die Kabbala aus der Dunkelheit der Drogenabhängigkeit herausführte und ihm eine vollkommen neue Sicht auf die Welt, das Universum und den Sinn unseres menschlichen Seins schenkte.

UM DIE KABBALA ZU BEGREIFEN, besser gesagt, um die Kabbala im eigenen Leben besser anwenden zu können, müssen zuerst einige grundlegende Prinzipien und historische Erklärungen für die allergrößte Macht im Universum verstanden werden. Sie müssen eindeutig wissen, worum es sich dabei handelt – und worum nicht. 

Jede Religion bietet etwas Positives, die meisten preisen sich als endgültige und alleinige Wahrheit an. Sie verfügen aber nicht über eine Quelle,  durch die man die obere Spirituelle Welt erreicht. Die Kabbala ist die einzige Methode, die ich begreife und die dem Menschen ermöglicht, sich  zur Spirituellen Welt zu erheben, zum unsichtbaren Universum, das zu erlangen unser Gehirn verhindern will.

Spirituelle Pop-Kultur

Die Kabbala wurde in den letzten rund 2000 Jahren vor der Öffentlichkeit verborgen. Dass Sie dieses Buch – das nicht einmal von jemandem  stammt, der spirituell sehr weit fortgeschritten ist – lesen, bedeutet, dass Sie der Korrektur (die viele Religionen die Erlösung oder Erleuchtung nennen) näher sind als praktisch jeder andere vor Ihnen im Laufe der Menschheitsgeschichte. Vor der Mitte des 20. Jahrhunderts hatten nur  wenige Menschen außerhalb der jüdisch-orthodoxen Gelehrtenkreise die Möglichkeit, von dieser Weisheit zu erfahren. Erst in den letzten  Jahrzehnten haben weltlich gesinnte Menschen diese Weisheit angenommen. Auch wenn man nun leichter Zugang zu ihr hat, ist die Kabbala  dennoch nur ein kleiner Punkt im kollektiven Bewusstsein der amerikanischen Öffentlichkeit – des Landes mit den am stärksten entwickelten   Egos, in dem eine kollektive Korrektur am dringendsten gebraucht wird. Wir erleben zwar gerade eine Explosion der unkonventionellen Spiritualität, doch bleibt die reine Botschaft der Kabbala, der einzige Weg zum Schöpfer, nach wie vor eine marginale Subkultur.

Dazu kommt,  dass populäre Vorurteile die Kabbala als eine Art religiöse Sekte betrachten, wie andere New-Age- und sozialistische spirituelle Bewegungen auch, die es seit dem 19. Jahrhundert in Amerika gegeben hat und die besonders seit der Hippie-Generation in den 1960er- und  1970er-Jahren an  Dynamik gewonnen haben, bis sie ein fester Bestandteil  der amerikanischen und europäischen Alltagskultur wurden. Wir  sehen ihre Auswirkungen überall, von der Hausfrau mit der unter den Arm geklemmten Yoga-Matte bis zum Eso-Laden, der Kristalle verkauft. Die  eisten Menschen wissen von der Kabbala nur, dass Madonna, Paris Hilton, Demi Moore und eine ganze Reihe weiterer ungeniert  materialistischer Promis sie studieren und dass sie etwas mit dem Judentum zu tun hat – und einem roten Armbändchen. Dieser Mythos wird  durch die Popkultur weiterverbreitet…

Korrektur fürs Ego

Bei der Kabbala handelt es sich nicht um Magie, auch nicht um Mystik. Sie ist nur die eigentlich einfache Lehre, dass man seinen Nächsten so  lieben soll wie sich selbst, allerdings nicht aus einer religiösen Sicht, denn sie bietet eine Methode an, mit der man seine egoistische Natur korrigieren kann, statt sie bloß einzuschränken.

Das vorherrschende Missverständnis vieler Menschen bezüglich der Kabbala ist, es handle sich um eine Religion. Die Kabbala ist das  wissenschaftliche Verständnis davon, wie man sich mit dem Schöpfer verbindet. Wirkt das für Sie jedoch an und für sich wie eine lächerliche Vorstellung, bedeutet das nur, dass Ihr Denken strikt auf Linie mit dem herrschenden Zeitgeist ist.

Die amerikanische Gesellschaft hat mit den traditionellen Religionen gebrochen, die die Grundlage der Vereinigten Staaten waren. Es gibt zwar  lautstarke „Gläubige“, die aber sind in der Minderheit, denn obwohl rund 80 Prozent der Amerikaner einer Religionsgemeinschaft angehören, sind Agnostizismus und Atheismus auf dem Vormarsch.

Das ist eine unmittelbare Folge unserer Egos. Unsere Verlangen als Staat und nun auch als zunehmend kleiner werdende Welt, sind so gewachsen, dass wir nicht länger darauf warten können, dass jemand anders unsere moralischen Aufgaben löst. Dieser Mangel an festem Glauben ist genau  das, was die Kabbala – das wissenschaftliche Heilmittel zur Transzendierung selbstsüchtiger Verlangen beim Geben – so nötig macht.

Ich- statt Wir-Gefühl

Unsere Gesellschaft basiert auf dem  Konzept des Individuums. Der Wert des Individualismus ist ein geringer, der entweder durch Geld oder  andere sogenannte Geschenke der materiellen Welt – wie Wissen, Luxus oder wonach immer man sich sehnt – bestätigt wird. Erhält unser Ego  keine materielle Belohnung, versuchen wir, den mangelnden materiellen Lohn zu rechtfertigen. Wir schützen unser Ego, geben der Welt die  Schuld und tun nichts. Unser Glaube an das Individuum ließ zu, dass wir die Struktur der Familie zerstörten und den Glauben an höhere Mächte  zugunsten des flüchtigen Genusses verwarfen. Diese Genusssucht führt zu Selbstzerstörung und in die Depression. Selbst für Gläubige bleibt Gott   ein abstraktes Konzept, macht- und bedeutungslos. Das kommt daher, dass Gott in unserem Bewusstsein nicht vorhanden ist, bis Er erwacht. Die Kabbala erlaubt uns einen Kontakt zum Schöpfer, der religiösen Menschen nicht möglich ist.

Auszug aus: Jesse Bogner - Der Egoist - Mein Weg zur Quelle der Weisheit (Edition Laitman in J. Kamphausen Verlag, 2015)

www.laitman.de

FOTO: Kabbalistische Lebensbaum

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