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Greenpeace

Als eine Gruppe Aktivisten 1971 mit einem kleinen Boot die Atomtestzone der USA vor der Küste Alaskas ansteuert, konnte niemand ahnen, dass damit der Grundstein für GREENPEACE gelegt worden war.

How to change the world

Tatsächlich bildete die Keimzelle nur eine Handvoll engagierter Individualisten. Unter ihnen der Journalist Robert („Bob“) Hunter. Seine persönlichen Aufzeichnungen und zum Teil bislang unveröffentlichtes Archivmaterial dienen als Grundlage für Jerry Rothwells sehenswerte Dokumentation „How to change the World“, die in diesem Monat in die deutschen Kinos kommt.

Letztere fand der Regisseur im Amsterdamer Greenpeace-Archiv. Dort lagern rund 1500 silberne 16 mm Filmdosen, die größtenteils seit den  1970er Jahren nicht mehr geöffnet worden waren. Dass es die Aufnahmen überhaupt gibt, ist Bob Hunter zu verdanken. Denn er wusste schon  früh um die Macht der Bilder. Deshalb gehörte die Kamera für den Journalisten auch immer mit dazu, wenn er sich mit seinen Kollegen  aufmachte, um How to change the World wie eben bei dieser legendären Bootsfahrt, gegen die unterirdischen Atomtests und die damit verbundene Zerstörung der Umwelt, zu demonstrieren.

Prostest gegen Walfang

Doch es kam anders. Der gecharterte Fischkutter konnte nicht bis in die Atomtestzone vordringen und so landeten die Aktivisten auf Akutan, der  östlichsten Hauptinsel der Aleuten. Dort befanden sich die Überreste einer alten Walfangstation, wie sie in der Gegend lange üblich waren. Der  Boden hinter den Bauruinen sei übersät gewesen mit den Skeletten hunderter Wale, erinnert sich Bob Hunter. Den die Erkenntnis wie ein  Keulenschlag traf: „Jahrelang war es unsere größte Sorge gewesen, dass sich die Menschheit mit ihren atomaren Waffen selbst vernichten könnte.  Nun schien es, als ob der Schutz des menschlichen  Lebens allein nicht ausreichte“. Von diesem Moment an, widmeten sich die Aktionen der  Gruppe dem Kampf gegen internationale Walfangflotten. Das Schiff, das sie an die Orte des grausamen Abschlachtens brachte, tauften sie auf  den Namen „Greenpeace“, denn es ging ihnen ja nicht nur mehr allein um den Frieden (engl. peace), sondern auch um die Umwelt, wofür „green“ (engl. grün) steht.

Claudia Hötzendorfer

Foto: PR

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