Magazin Visionen - Einfach. Besser. Leben.

Visionen

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Seele ist unstreblich

Reinkarnation ist mehr als eine verrückte Idee von irgendwelchen Esoterikern. Sie wurde für mich zu einer spürbar erlebten Erfahrung!

Der gute Gedanke - VISIONEN-Essay von Stefanie Ochs

Nachdem meine Oma gestorben war – ich war 19 Jahre alt – träumte ich eines nachts folgende Sequenz: Sie stand plötzlich in unserer Haustüre, gemeinsam mit meinem Vater (ihrem Sohn), der sie aus der Klinik abgeholt hatte. Ich war ganz verdattert und stotterte... Oma, du bist doch tot. Sie lächelte und erwiderte: Nein – wie kommst du denn darauf? Mir geht es gut! Sie kam auf mich zu. In dem Moment als ich sie umarmen wollte, wachte ich auf. Von diesem Moment an wusste ich einfach: Es geht ihr gut! Es war ihre Art mit mir Kontakt aufzunehmen und mir mitzuteilen: Sorge dich nicht. Trauere nicht länger um mich, denn ich bin da. Nicht mehr hier, aber immer da! Etwas versöhnte sich in mir, wenngleich ich traurig war, sie nicht umarmt haben zu können. Ich konnte tatsächlich beginnen, mein Leben wieder zu leben. Die Verletztheit die ich empfand, weil sie gegangen war, konnte ich loslassen. Etwas in mir veränderte sich. Auch wusste ich irgendwie, dass – wenn sie gestorben ist – ich bereit dafür gewesen sein musste, meinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Du hast vielleicht mitbekommen, dass sie die wichtigste Bezugsperson meiner Kindheit war.

Es ist wirklich erstaunlich, denn wenn ich heute meinen Lebensfaden zurückblicke, sehe ich diesen roten Faden, der sich durch mein ganzes, bisheriges Leben zieht, bis heute, so stark und klar und jedes Ereignis, jeder Schmerzpunkt, jede Widrigkeit, war ein Meilenstein für meine persönliche Erkenntnis und Entwicklung hin zu dem, was man vielleicht ein spirituelles Leben nennen könnte. Es war immer da. In mir. Auch in den dunkelsten Zeiten war etwas in mir, wie ein Funken, der einfach wusste, dass es immer weiter geht. Das nichts so schlimm ist, dass es nicht schaffbar wäre, selbst wenn es sich um etwas wie den Tod handelte.

Ja, gab es ihn überhaupt den Tod? Klar, physisch gewiss. Doch so richtig, wirklich?! Gibt es nicht in fast allen Kulturen und Religionen, unendlich viele Hinweise, die darauf schließen lassen, dass wir ewiges Leben sind und im Rad unserer eigenen Schicksale gefangen? Dass wir es selbst sind, die „Rechenschaft“ ablegen vor uns selbst. Und für jeden Menschen gilt: so wie ich in den Wald rufe, so hallt es zurück, bekannt als Gesetz des Karmas? Macht es aus diesem Blickwinkel heraus nicht viel mehr Sinn anderen zu vergeben und vor allem sich selbst? Was, wenn wir uns unserer eigenen Verantwortung immer bewusst gewesen wären? Wer hätte etwas davon gehabt, die Wiedergeburt aus dem Christentum zu entfernen? Ist es eine Frage persönlicher Entwicklung auf der Seelenleiter, ob wir daran glauben oder es gar wissen? Immer häufiger erinnern sich Kinder an vergangene Inkarnationen. Ich erinnere mich an die Geschichte eines Jungen, der nachts geplagt war vor Albträumen, in denen er in einem brennenden Flugzeug abstürzte. Er erinnerte sich sogar an den Namen, des Soldaten, der er wohl gewesen sein mag. Die Eltern, Christen und nie zuvor mit Reinkarnation in Berührung gekommen, nahmen seine Geschichten ernst und fingen an zu recherchieren. Und siehe da, es gab diesen Mann wirklich und er war... im 2. Weltkrieg mit seinem brennenden Flugzeug abgestürzt. Im Buch „Soul Survivor“ kann man seine Geschichte nachlesen.

Ich für meinen Teil träumte als Kind immer wieder und wieder von Feuer. Das Haus brannte und jedes Mal, wenn ich erwachte, lief ich zu meiner Oma, um sie zu retten. Sie beruhigte mich dann und ich durfte bei ihr wieder einschlafen. Wir wissen, dass es in unserem Haus einmal gebrannt haben muss. Es wurde bereits 1672 gebaut. Meine erste bewusste Erinnerung hatte ich allerdings während einer Übung, die Teil meiner NLP-Ausbildung war. Die sogenannte Timeline! Die Aufgabe war es, auf unserer eigenen Zeitlinie zurück zu gehen und bei Ereignissen zu stoppen die in irgendeiner Weise prägend oder traumatisch für uns gewesen waren. Ich ging also zurück. Schritt für Schritt. Jahr um Jahr. Bilder schossen hoch, von Ereignissen und wir schauten, was es noch braucht, um diese aus meinem System entlassen zu können. Irgendwann war ich bei meiner Geburt angekommen. Auch hier erhielt ich wichtige Informationen, die in meinen Zellen gespeichert waren über den nicht ganz einfachen Verlauf meiner Geburt. Doch was hier enden sollte, endete nicht. Es zog mich weiter zurück, durch die Schwangerschaft hindurch, immer weiter und weiter. Ich sah mich im Wald, indem ich mich gehetzt und verängstigt versteckte. Da waren Reiter, die uns, eine Gruppe von Menschen, verfolgten. Wir entschlossen uns hier zu stoppen und die Timeline zu beenden, da meine Trainerin keine weiteren Erfahrungen mit Reinkarnation hatte.

Doch spannend war, dass seither meine Liebe, ja fast Sucht, Mittelalterromane zu lesen, von heute auf morgen geendet hatte. Ich war befreit. Es brannte sich fest in mir ein: Reinkarnation ist mehr als eine verrückte Idee von irgendwelchen Esoterikern. Sie wurde für mich zu einer spürbar erlebten Erfahrung! In welchem Leben sind wir uns begegnet?

 Stefanie Ochs

Über unsere Essayistin

stefanie ochs essayDie Arbeit mit Stefanie Ochs beginnt dort, wo andere aufhören. Sie verbindet jahrelange therapeutische Erfahrung mit geerdeter Spiritualität und medizinisch- heilerischem Wissen. „Essential Healing“ zeigt dir, wie du dich ganz auf dich selbst einlässt und du erlebst, wie sich selbst aus verzweifelten Situationen Tore  öffnen und du tiefen Sinn und Erfüllung in deinem Leben fifindest. Ein besonderes Anliegen ist es, dich in deine innere und äußere Unabhängigkeit und Freiheit zu  führen. www.zarameh.de. www.essential-healing.net

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