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Kokubu

Positive Energie, Gefühle und philosophische Ideen stehen bei jedem Auftritt im Mittelpunkt

„Energie ist nie verloren, sie ändert nur ihre Form.“ Beim japanischen Trommelensemble KOKUBU ist die Energie eines der wichtigsten Gruppenmitglieder und in allen Lebenslagen gegenwärtig. So spielen die Mitglieder von KOKUBU nicht bloß auf ihren riesigen Taiko-Trommeln, den Bambuslangflöten und japanischen Zupfinstrumenten und faszinieren den Zuschauer mit deren außerordentlichen Klängen. Vielmehr steht das Vermitteln von Gefühlen, positiver Energie und philosophischen Ideen im Mittelpunkt. Von der seelischen Selbstfindung bis hin zur Ganzwerdung mit der Natur steht jede einzelne Darbietung unter einem spirituellen und philosophischen Licht. Die Musikgruppe KOKUBU wurde 1998 vom Chiaki Toyama in der japanischen Stadt Osaka gegründet und entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem der bekanntesten japanischen Trommelensembles. Bis heute widmet Chiaki Toyama die meiste Zeit seines Lebens dem Verein und ist vom ersten Tag an der musikalische Leiter und Direktor der Gruppe. Für Toyama und seine Künstler ist KOKUBU mehr als nur ein Musikverein. KOKUBU bedeutet für sie Miteinander; viele sind von klein auf dabei und die Gruppe ist für sie wie eine zweite Familie.

Geist, Technik und Körper

Doch nicht nur das Miteinander in der Gemeinschaft ist für die Künstler von großer Bedeutung. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass jedes einzelne Mitglied die Möglichkeit bekommt, sich seelisch und spirituell weiter zu entwickeln. So richtet sich jeder bei KOKUBU nach dem sogenannten „Shingitai-Prinzip“. Dieses Prinzip ist sehr alt und in der fernöstlichen Welt weit verbreitet.

Das Wort Shingitai setzt sich aus den Worten shin für Geist, gi für Technik und tai für Körper zusammen. Schon im alten China war den Menschen bewusst, dass eine Handlung nur dann vollkommen sein kann, wenn der Geist, die Technik und der Körper des Handelnden im Einklang miteinander funktionieren. So geht man davon aus, dass das Äußere und das Innere eines Menschen in Verbindung miteinander stehen und dass die Ausführung einer Handlung immer ein Abbild des inneren Befindens ist. Erst, wenn die Dreieinheit von Körper, Geist und Technik erreicht wird, sind die Künstler von KOKUBU in der Lage, die bis zu zwei Meter großen Trommeln zu spielen. Neben dem stetigen Einhalten des Shingitai-Prinzips folgen die Künstler von KOKUBU einem strikten und ausdauernden Trainingsplan und achten genauestens auf ihre Ernährung. Wie Leistungssportler trainieren sie mindestens vier Mal die Woche sowohl ihren Körper als auch ihren Geist und wenden dabei extrem viel Körperkraft und geistige Energie auf.

Oryza aus Eigenanbau

Doch woher stammt diese Menge an Energie? Das Geheimrezept der Frauen und Männer aus dem fernen Osaka heißt: „Oryza“, bei uns besser bekannt als „Reis“. Es handelt sich hierbei aber nicht um herkömmlichen Reis, sondern um den in Japan beheimateten Kurz- oder Rundkornreis. Diese Reissorte ist frei von Fetten, aber enthält dafür viele wichtige Eiweiße und komplexe Kohlenhydrate, welche den Künstlern die nötige Energie liefern und deren Muskelaufbau fördern. Hinzu kommt, dass der japanische Reis zahlreiche Vitamine enthält, die wiederum das Immunsystem auf Vordermann halten und den Stoffwechsel in Schwung bringen.

Doch bei KOKUBU kommt der Reis nicht einfach aus irgendeinem Supermarkt in Osaka. Tatsächlich bewirtschaften die Mitglieder von KOKUBU ein eigenes Reisfeld, welches sich im ländlichen Raum östlich von Osaka rund 35 Kilometer entfernt vom sogenannten Dojo, der Trainingsstätte des Vereins, befindet.

Immer im Juni setzen die Künstler dort auf einer Fläche von 1,5 Hektar die Setzlinge von Hand ein. Nicht zu dicht und möglichst symmetrisch, damit später eine reiche Ernte eingeholt werden kann. Die Ernte geschieht jeweils im Oktober, wieder von Hand. Denn die Arbeit auf dem Feld schafft die direkte und spirituelle Verbindung zur Natur. Schon deshalb kommt es überhaupt nicht in Frage, dass dem Reisanbau mit Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln nachgeholfen wird. Für die Mitglieder von KOKUBU ist es sehr wichtig, die Reinheit der Pflanze zu bewahren, denn wie das Sprichwort sagt: „Du bist was du isst.“

Deutschlandtournee
Dieses Jahr geht KOKUBU nach mehreren erfolgreichen Japan- und USA-Touren auf große Deutschlandtournee und wird vom 21.02.20 bis zum 04.04.20 an 40 Terminen in u. a. Köln, Stuttgart, Essen, Bremen, Wolfsburg, Erfurt und Magdeburg zu sehen sein.

Mehr Informationen über die kommende Tour finden sich auf Facebook
(KOKUBU) oder auf www.kokubu.eu
(Alle Fotos © Kokubu)

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FOTO: Kokubu

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