Wenn es stürmt, fängt der Baum den Wind ab. Wenn es stark regnet, entlastet er mit seinen Wurzeln und seinem Durst die Kanalisation.
Mit jedem Baum kommt ein Stück Leben in die Stadt. Jeder noch so zögerliche Sprössling ruft uns die Jahreszeit ins Bewusstsein, erinnert an die Kraft der Natur, spendet Schatten und Zuversicht. Bestünde ein Drittel unserer Stadtgebiete aus mit Bäumen bewachsenen rünyächen, wären schmelzendes Pyaster, Lärm und Luftverschmutzung kaum noch eine Schlagzeile wert. Diese Vision ist natürlich nicht umzusetzen. Doch mit jedem Sommer, in dem die versiegelten Flächen der Städte uns die Hitze um die Ohren schlagen, wird die Bedeutung von Stadtbäumen offensichtlicher. Alleen und Haine im Stadtpark, Baumreihen neben Parkplätzen und Solitäre in Innenhöfen sind nicht nur ein erbaulicher Anblick, sondern erfüllen eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.
Martina Pahr





