In der Reihe unserer Sonderhefte widmen wir uns dieses Jahr dem Thema „Jenseits – Leben ohne Ende“. Für manche Menschen ist der Tod das Ende allen Lebens:
Der Körper zerfällt in kleine Materieteilchen, die Existenz einer Seele ist bisher nicht wissenschaftlich nachweisbar, also brauche ich auch keine Angst zu haben und keine Frage nach dem Jenseits zu stellen. Auf der anderen Seite gibt es in allen Weltreligionen, von Schriftgelehrten und Philosophen Zeugnisse von einem Leben nach dem Tod: der Tod als Tor zu einem neuen Bewusstsein.
MIT DEM TOD HABE ICH NICHTS ZU SCHAFFEN.
BIN ICH, IST ER NICHT. IST ER, BIN ICH NICHT.“
Epikur von Samos
Der Tod – er steht am Ende jedes Weges, und doch erzählen manche, dass sie ihm schon begegnet sind, ohne den letzten Schritt getan zu haben: Nahtoderfahrungen. Ihre Berichte sind Stimmen aus einer Grenzregion, halb diesseits, halb jenseits.
Platon malte den Tod als Befreiung, als Moment, in dem die Seele den Körper verlässt wie ein Vogel den Käfig. „Solange wir den Körper haben, werden wir niemals die Wahrheit erlangen“, heißt es im Phaidon. Der Tod: nicht Ende, sondern Heimkehr.
Am Saum des Lichts bleiben wir Fragende. Doch vielleicht liegt genau darin die Antwort: dass der Tod, ob erlebt im flackernden Grenzmoment oder erahnt im Philosophieren, uns nicht nur das Ende zeigt – sondern auch den Anfang einer Reise in die unendliche, grenzenlose und tiefe Liebe Gottes.
Eure Visionäre





