Mit seinem Online-Engagement beginnt Julius, sich pflanzlich zu ernähren. Dabei faszinieren ihn vor allem kulturelle Traditionen, die sich schon immer pflanzlich ernährt haben.
Dort findet er einen Schatz an Gerichten, aus dem das Kochbuch Natürlich Vegan entsteht. Eine Sammlung traditioneller, pflanzlicher Gerichte aus aller Welt, die nie als »vegan« bezeichnet wurden. ‚Arme-Leute-Essen‘, alltägliche Speisen aus religiös geprägten Kulturen – traditionelle und bewährte Gerichte, die zeigen: »Seht her, so kann pflanzliches Essen auch aussehen. Wir haben das schon immer so gemacht.«
Vegane Geschichte
Im Hinduismus folgt man seit etwa 3000 Jahren dem Prinzip ahimsa: »keinen Schaden anrichten«, was sich auf alle Lebewesen bezieht. Das Schlachten von Tieren zur Nahrung galt als unnötige Gewalt. Milchprodukte waren erlaubt, aber schwer verfügbar und kaum bezahlbar. Beliebte Gerichte wie Idli, Sambar und Pani Puri wurden schon immer auf pflanzlicher Basis zubereitet. Auch heute noch ernähren sich 44 Prozent der in Indien lebenden Hindus überwiegend vegetarisch. Als Julius in Kerala an einer Hindu-Hochzeit mit mehr als 1500 Gästen teilnahm, bestand das Festmahl traditionsgemäß ausschließlich aus vegetarischen Gerichten, und fast die Hälfte davon war zufällig vegan.
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