Mit anderen in Verbindung zu treten, ist wichtiger als die Perfektion des Gesagten, meint Daniela Dröscher. Ihr neues Buch regt dazu an, das eigene Sprechen und Hören zu hinterfragen.
Christine Grießler hat „Sprechen“ gelesen und die Autorin dazu befragt. Die Zitate kommen aus dem Buch.
CG – Sprache ist für Sie ein kostbares Gut. Sie schreiben: Es geht darum, „so zu sprechen, dass wir in Verbindung bleiben“. Wie kann Sprache verbinden?
DD – Erst einmal geht es darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Sprache ein Medium ist, das Verbindungen ermöglicht. Ich glaube, wir sind an einem Punkt, an dem das Miteinander-Sprechen so aufgeladen ist, dass wir fast zwangsläufig denken: „Es wird im Streit enden“ oder: „Was passiert, wenn wir streiten?“
Ich möchte dazu einladen, ein bisschen anders auf das eigene Sprechen zu blicken.
Mit meinem Buch gehe ich auf eine ganz basale zwischenmenschliche Ebene zurück. Ich möchte klar machen, wie komplex der Vorgang des Sprechens eigentlich ist. Das Bewusstsein dafür, dass es im Sprechen um Verbindung geht, ist für mich entscheidend. Es geht nicht ums Recht-Haben, um Abgrenzung oder ob man besonders schlau klingt.
Christine Grießler





