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Buddha

Seit über 2000 Jahren dient das Bild des meditierenden Buddhas als Anregung zur Meditation. Wie viele unterschiedliche Stile und Epochen buddhistischer Kunst es gibt und wie stark die Statuen auf einen wirken, kann man im Buddhamuseum in Traben-Trarbach erleben.

Als Gautama Buddha, der historische Begründer des Buddhismus, in seinem 80. Lebensjahr war, fragte ihn sein Schüler und Cousin Ananda: „Wenn du nicht mehr da bist, wie können wir uns an dich und deine Lehre erinnern? Was können wir als Hilfe benutzen?“ Der weise Meister schlug eine Pilgerreise zu den Stätten seines Wirkens vor, etwa zum Bodhibaum in Bodhgaya, wo das Erwachen geschah. Auch die Aufbewahrung seiner Reliquien (Sariradhatu) in einer Stupa erschien ihm nach den damaligen Gebräuchen plausibel.

Eine Darstellung von ihm, eine Buddhastatue, wie sie heute millionenfach hergestellt wird, kam dem Buddha nicht in den Sinn. Symbole wie ein Fußabdruck oder ein Rad für das Dharma, die Lehre, nun gut, der menschliche Geist braucht Erinnerungshilfen. Doch ein Bild des Lehrers? Wozu sollte das gut sein? Buddha selbst fühlte sich nicht als Person, lehrte sogar Ichlosigkeit. Und doch wurde er zum meist dargestellten Menschen überhaupt.

Das macht sogar Sinn. Von den ersten erhaltenen Gandhara-Buddha-Statuen aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. über die vielen verschiedenen Stile in  hina, Kambodscha, Thailand, Japan und Tibet bis hin zur Massenanfertigung für Wohnzimmer und Vorgärten heute sind die Bildelemente stets auf Meditation ausgerichtet, nur einzelne Merkmale wie die langen Ohrläppchen weisen daraufhin, dass Gautama als Fürstensohn schwere  Ohrringe getragen hatte. Im Prinzip strahlen alle Buddhastatuen Stille, Frieden und Mitgefühl aus.

Christian Salvesen

FOTO: Thinkstock

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