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Spirituelles Wachstum

Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Ganz-Sein und Eins-Sein. Der spirituelle Lehrer und Psychotherapeut Christian Meyer begleitet seit 20 Jahren Menschen zum ganzheitlichen Aufwachen. Im Herbst bietet er erneut ein Dreijahres-Training an

1. Menschliches Wachstum

Persönliches Wachstum und Entwicklung der Persönlichkeit bedeutet, das was für das eigene Leben wichtig ist verwirklichen zu können – in Arbeit, in eigenen Projekten, in lebendigen Beziehungen. Es bedeutet aber auch: in Einklang mit sich selbst zu sein; Selbstvertrauen zu entwickeln und der zu sein, der man ist, nicht der, der man glaubt, „sein zu sollen“. Es bedeutet, lebendig werden und authentisch sein.

Spirituelles Wachstum hingegen bedeutet, sich für das Ganze verantwortlich und mit allem verbunden zu fühlen. Es bedeutet auch wirkliche Transformation: Erwachen, Erleuchtung. Es wird die innere Tiefe entdeckt, die Grenzenlosigkeit, die Zeitlosigkeit, der Frieden und die Glückseligkeit. Diese Tiefe ist das, was man wirklich ist. Der Verstand ist über weite Strecken ganz still, die Leere wird überflutet von Glückseligkeit. Mitten im Leben stehen und doch alles umfassend. Erwachen bedeutet, dass diese neue Seinsweise dauerhaft das Leben bestimmt. Ich erlebe, dass in meinen Retreats und Seminaren Menschen regelmäßig diese Transformation erfahren. Es ist für jeden eine reale Möglichkeit.

Das persönliche Wachstum fragt: Wie bin ich geworden, was ich bin? Wo will ich hin, wie realisiere ich meine Ziele, Träume und Visionen? Dies ist eine horizontale Bewegung, eine Bewegung in der Zeit, in Vergangenheit und Zukunft.

Das spirituelle Wachstum ist die Realisierung der Vertikalen, der Gegenwärtigkeit. Man findet immer tiefer in den jetzigen Augenblick hinein, durch die Schichten der Gefühle und durch die Leere hindurch in den tiefen Grund, in die Unendlichkeit, immer tiefer, bis man schließlich in der Unendlichkeit zu Hause ist.

Das Aufwachen vorbereiten und vertiefen

Persönliches und spirituelles Wachstum hängen zusammen: Wichtige Psychotherapeuten wie C. G. Jung, Karen Horney, Fritz Perls, A. Maslow, Carl Rogers, Leland Johnson u.a. entwickelten in der Therapie eine spirituelle Perspektive: Sie wollten über das persönliche Wachstum hinaus zur Selbstrealisierung, zum Aufwachen, zur Erleuchtung.

Umgekehrt ist es für die Spirituelle Transformation erforderlich, die Blockierungen des Körpers und des Atems sowie die Verstrickungen mit der Vergangenheit lösen zu können. Wie soll man sich sonst auf die Gegenwärtigkeit einlassen und ganz loslassen können? Die „7 Schritte des Aufwachens und Loslassens“ (vgl. Christian Meyer in „Ein Kurs in wahrem Loslassen“, Arkana Verlag, 2016) zeigen die Voraussetzungen für das Aufwachen. Aufwachen, Erleuchtung ist ein Geschenk, man kann es nicht „tun“. Aber man kann sehr viel dafür tun, dass es geschehen kann.

Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Ganz-Sein und Eins-Sein. Die meisten Menschen verdrängen diese Sehnsucht. Sie suchen Ersatzbefriedigungen. Das Getriebensein des heutigen Menschen wird dadurch erklärbar, dass die tiefere Sehnsucht stärker in den Vordergrund kommen will.

Zusammengefasst: Therapie muss, um ganzheitliche Heilung zu sein, das Aufwachen einschließen. Das Aufwachen, um eine echte Chance zu haben, muss durch (therapeutische) Werkzeuge des persönlichen Wachstums vorbereitet und vertieft werden.

2. Die Werkzeuge

Psychotherapie und Psychologie haben großartige Werkzeuge für persönliches und spirituelles Wachstum entwickelt, die sich seit langem bewährt haben:

  • Tiefenpsychologie Das „was ich sein sollte“, dieses innere Bild, erzeugt ein entfremdetes Leben und ein „falsches Selbst“ (Karen Horney). Wenn dies erforscht ist, kann das „wahre Selbst“ entdeckt und entwickelt werden: das was jemand wirklich ist, wirklich fühlt und wirklich will.
  • Polaritätsarbeit Das ganze menschliche Dasein entwickelt sich in Polaritäten, die manchmal zu Konflikten werden. Diese Arbeit entstand aus der Gestalttherapie (Leland Johnson): Zuerst entwickeln sich Dialog und Gefühle des Konflikts auf Position 1 und 2. Man spricht direkt zu der jeweils anderen Seite, so tauchen die tieferen Gefühle auf. Die 3. Position ist ein Standpunkt von außerhalb, die 4. Position ist der innere spirituelle Freund (Freundin), der nicht urteilt und keine Absicht hat, die 5. Position ist die Transzendenz und Stille. Wenn man diese Polaritätsarbeit häufiger durchführt, werden diese fünf Instanzen zur Selbstverständlichkeit. Es gelingt immer leichter, ohne Urteil und Absicht auf innere Konflikte zu schauen. Man bekommt ein weites und liebevolles Verhältnis sich selbst gegenüber.
  • Atembefreiung ist eine Methode des tiefen verbundenen Atems, ähnlich dem Rebirthing oder dem Holotropen Atmen.
  • Körperarbeit – Grounding löst Blockierungen des Körpers und verdrängte Gefühle und Themen. Der Begleiter (Therapeut) hilft, die Verspannung bewusst werden zu lassen. Mit dem Schmelzatem wird die Anspannung von innen gelöst. Aufwachen erfordert ein vollständiges Loslassen, auch körperlich. So sind viele Körperübungen, wie z.  B. Yoga, Tai Chi oder Qigong, zwar nützlich, aber diese kontrollierenden Übungen reichen nicht aus. Die Körper-Verspannungen werden von verdrängten Gefühlen erzeugt. Deshalb ist eine emotional lösende Körperarbeit mit den auftauchenden Gefühlen und Themen nötig. Sonst kommt man oft auf dem spirituellen Weg nicht weiter.
  • Trauma-Arbeit Die Kraft und Energie der Trauma-bedingten Blockierung kann wieder als die eigene erfahren und angeeignet werden. Was war mir damals so wichtig und wertvoll, dass ich es um jeden Preis schützen wollte? Durch diese Frage kommt man in die Mitte seines Selbst. Hier kann sich das Trauma auflösen.
  • Energiearbeit, Aufstellungs-Arbeit, Bewusstheitsübung, Trancearbeit sind weitere wichtige Werkzeuge.

Ein Training in den Methoden als Dreijahresgruppe

In Berlin, Wien und München beginnt 2018 ein neuer Zyklus des dreijährigen Trainings in diesen Methoden des persönlichen und spirituellen Wachstums. Indem man diese wirksamen Werkzeuge lernt, verändert man zuerst sich selbst. Dann wendet man sie zu zweit an: Man nimmt sich 90 Minuten Zeit, zuerst ist Person A BegleiterIn, dann wird gewechselt. Indem man lernt, den anderen zu begleiten, lernt man, sich selbst zu begleiten – auch in all den Zeiten, wo man allein ist. Der innere Umgang mit eigenen Konflikten verändert sich, man ist sich selbst immer mehr der eigene spirituelle Freund oder Freundin und man kann sich immer liebevoller begleiten. Man lernt auch, andere Menschen kompetent zu begleiten, als Therapeutin oder in einem anderen Beruf.

Dieses dreijährige Training führt Christian Meyer seit 20 Jahren mit großem Erfolg durch. Der nächste Zyklus beginnt im Herbst 2018, zeitgleich in Berlin, München und Wien. Das Training geht über drei Jahre, wenn man aber nach dem ersten oder einem weiteren Seminar merkt, das passt jetzt gerade nicht für mich, dann beendet man es einfach. So behält jeder die Freiheit und die Entscheidung wird leicht.

Christian Meyer

Christian Meyer ist spiritueller Lehrer und Psychotherapeut. Er begleitet Menschen seit mehr als 30 Jahren. Seine Quellen sind: Advaita, christliche Mystik,  Spiritualität der westlichen Psychologie, Yoga und Daoismus. Er hält Retreats, Seminare und Fortbildungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in anderen  Ländern. Er arbeitet mit Tiefenpsychologie, Personenzentrierter Therapie, Gestalt- Therapie, Körpertherapie, Trance, Familienaufstellungen und dem Enneagramm. Sein wichtigster spiritueller Lehrer ist Eli Jaxon-Bear. Autor von u. a.: Aufwachen im 21. Jahrhundert (Verlag J. Kamphausen, 2014) und Ein Kurs in wahrem Loslassen (Arkana Verlag, 2016). Weitere Info unter:
www.zeitundraum.org
Info über das dreijährige Training in Berlin/
München/Wien unter: www.karenhorney-institut.de und auf YouTube

FOTO: THINKSTOCK

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