Michael Würfel, Herausgeber des Gemeinschaftsverzeichnisses eurotopia, über die Sehnsucht nach Gemeinschaftsleben und die neue Ausgabe.
Seit 1997 erstellt „eurotopia“ alle paar Jahre eine umfassende Aufstellung der europäischen Gemeinschaften – in Form eines Buches, das mittlerweile schon die Dicke eines Katalogs hat. Unter gleichem Namen gibt es eine ergänzende Webseite. Dabei verstehen sich die eurotopia-Macher*innen auch als ein Werkzeug der Gemeinschaftsbewegung, das beweist, dass es „jede Menge Alternativen zur Mainstream-Kultur und zum individualisierten Wirtschaften“ gibt.
Gemeinschaft wird dabei folgendermaßen defniert: Eine Gruppe von Menschen, die absichtlich zusammen leben, um über das gemeinsame Wohnen hinaus weitere ideelle (und auch materielle) Ziele gemeinsam zu verfolgen. (...) Dafür gibt jede*r dabei ein Stück der individuellen Privatheit auf: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, bestimmte Arbeitsbereiche gemeinsam übernommen und dergleichen.
Martina Pahr





